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Erster Spatenstich für den geförderten Glasfaserausbau in Herten

von Melanie Grefrath

Bauarbeiten im Hertener Norden gestartet – Schnelles Internet für rund 250 Hausanschlüsse und 14 Schulen

Gelsenkirchen, 09.05.2019. Schnelles Internet: Im Hertener Norden fiel der Startschuss für den geförderten Breitbandausbau im Stadtgebiet. In der Straße „An der Vestischen“ vollzogen Bürgermeister Fred Toplak, Carsten Wick (Geschäftsführer der GELSEN-NET) und Thorsten Rattmann (Geschäftsführer der Hertener Stadtwerke) den ersten Spatenstich für die Bauarbeiten. Bis Ende 2020 werden 31 Kilometer Glasfaserleitungen in Herten verlegt, rund 250 Hausanschlüsse umgesetzt und 14 Schulen an das Breitbandnetz angeschlossen.

„Mit der zunehmenden Digitalisierung in allen Lebensbereichen wird ein Breitbandanschluss sowohl für die Wirtschaft als auch für die Haushalte immer wichtiger. Umso mehr freue ich mich, dass mit Hilfe des geförderten Ausbaus auch die Telekommunikationsstruktur in Herten zukunftsfähig ausgebaut wird“, begrüßt Bürgermeister Fred Toplak den Projektstart.

Im Rahmen der Ausschreibung für den kreisweiten geförderten Breitbandausbau hatte GELSEN-NET den Zuschlag für das Losgebiet Süd 2 erhalten. Dieses umfasst die Städte Herten, Castrop-Rauxel und Recklinghausen. Als regionales Telekommunikationsunternehmen will GELSEN-NET sein Marktgebiet weiter ausbauen. „Der geförderte Breitbandausbau ist der erste Schritt, um die Gigabit-Netze der Zukunft für Geschäfts- und Privatkunden in Herten und den benachbarten Städten zu gestalten“, so GELSEN-NET-Geschäftsführer Carsten Wick. „Daher werden wir nicht nur die geförderten Anschlüsse realisieren, sondern ebenso den Haushalten an den Strecken eine Versorgung anbieten“.

In Herten arbeitet GELSEN-NET beim Breitbandausbau eng mit den Hertener Stadtwerken zusammen. Neben Aufgaben in den Bereichen Genehmigungsmanagement und Dokumentation für den geförderten Ausbau haben beide Unternehmen eine Kooperation sowohl im Infrastrukturausbau als auch im Vertrieb verabredet. „Der Ausbau des Glasfasernetzes ist zudem eine Voraussetzung für die intelligenten Stromnetze der Zukunft“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Thorsten Rattmann. „Moderne Datennetze unterstützen die Digitalisierung und eröffnen uns als Energieversorger neue und interessante Geschäftsfelder.“

Bürgermeister Fred Toplak wirbt um das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger während der Bauzeit, die bis Ende 2020 laufen wird: „Baustellen sind immer eine Belastung und manchmal ein Ärgernis für die Bürgerinnen und Bürger. Aber sie sind auch Ausdruck von Fortschritt und Wandel. Insofern möchte ich heute bereits um Verständnis bitten.“

Mehr Informationen zum Thema Breitbandausbau gibt es auf der Homepage der Stadt Herten unter der Rubrik „Wirtschaft“ sowie unter Kreis Recklinghausen / Breitband. Dort finden sich unter anderem Informationen, welche Bereiche im Hertener Stadtgebiet ausgebaut werden.

Hintergrund: Die Stadt Herten beteiligt sich am Kooperationsprojekt des Kreises Recklinghausen zum Breitbandausbau im Kreisgebiet. Der Kreis Recklinghausen hat im Jahr 2017 dazu mit allen zehn kreisangehörigen Städten einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Er hat für das Projekt Fördermittel beim Bund und beim Land NRW beantragt und in vorläufiger Höhe bewilligt bekommen. Der Bund bewilligte seine Mittel auf der Basis des sogenannten 4. Call des Bundesförderprogramms Breitbandausbau - der „Richtlinie für die Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“. Das Land NRW bewilligte die 50 %ige Kofinanzierung auf Grundlage der „Richtlinie des Landes NRW zur Kofinanzierung des Bundesprogramms“. Die letztlich insgesamt benötigten Finanzmittel in Höhe von 68,35 Millionen Euro wurden Anfang 2019 von Bund und Land NRW endgültig bewilligt.

Ziel ist es, ein sog. NGA-Netz, also ein breitbandiges Netz auf Niveau Next-Generation-Access ausbauen und betreiben zu lassen. Angestrebt wird ein Ausbau sog. „weißer Flecken“ (≤ 30 Mbit/s Download) sowie aller Schulen und zu 100 % aus Fördermitteln. Dies umfasst weit über 11.000 Anschlüsse im Kreisgebiet.

 

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