Auch wir verwenden Cookies - aber nur für unsere Statistik. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Datenschutz.  

Neuer „Ruhr-Backbone“ startet

von Melanie Grefrath

Neuer „Ruhr-Backbone“ startet

GELSEN-NET, DOKOM21 und TMR errichten gemeinsam Glasfaserring

Hochgeschwindigkeits-Ring aus Glasfaser stärkt Infrastruktur für digitale Wirtschaft im Ruhrgebiet

Gelsenkirchen, Dortmund und Bochum koppeln ihre Glasfasernetze und bilden gemeinsam Rückgrat für digitale Wirtschaft und Innovation

Der neue „Ruhr-Backbone“ ist jetzt gestartet. Die Inbetriebnahme des Glasfaser-Hochgeschwindigkeits-Rings erfolgte am 26. August 2020 zeitgleich in den Rechenzentren von GELSEN-NET (Gelsenkirchen), DOKOM21 (Dortmund) und TMR (Bochum). Mit dem Ruhr-Backbone koppeln die Ruhrgebietscarrier aus Gelsenkirchen, Dortmund und Bochum ihre Glasfasernetze und bilden gemeinsam über Stadtgrenzen hinweg ein starkes Rückgrat über 25 Städte des Ruhrgebietes für digitale Wirtschaft und Innovation.

3 Rechenzentren über Video-Livestream online verbunden

Über einen Video-Livestream waren die drei Rechenzentren online miteinander verbunden:

Im Rechenzentrum in Gelsenkirchen aktivierten Maik Luhmann, Leiter der Stabsstelle Vernetzte Stadt Gelsenkirchen und Thomas Dettenberg, Sprecher der GELSEN-NET Geschäftsführung, den Ruhr-Backbone.

Im Rechenzentrum in Dortmund nahmen Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund, Franz-Josef Senf, Geschäftsführer von DOKOM21, und Jörg Figura, Geschäftsführer von DOKOM21, den Ruhr-Backbone gemeinsam in Betrieb.

Im Rechenzentrum in Bochum starteten Ralf Meyer, Geschäftsführer der WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft Bochum, Dietmar Spohn, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum, und Patrick Helmes, Geschäftsführer von TMR, den Ruhrgebietsring aus Glasfaser.


Digitale Verbindung innerhalb des Ruhrgebiets ausgebaut


„Mit dem Ruhr-Backbone entsteht eine einzigartige Datenautobahn quer durchs Ruhrgebiet und die optimale, zukunftsträchtige Grundlage zur Umsetzung der Breitbandziele und des Glasfaserausbaus im Ruhrgebiet,“ sagt Thomas Dettenberg, Sprecher der GELSEN-NET Geschäftsführung bei der Aktivierung des Ruhr-Backbone im GELSEN-NET-Datacenter in Gelsenkirchen.

„Die lange Tradition als Industriestandort hat Gelsenkirchen mittlerweile längst mit digitalem Fortschritt verknüpft“, erklärt Maik Luhmann, Leiter der Stabsstelle Vernetzte Stadt Gelsenkirchen. „Im Rechenzentrum der GELSEN-NET entsteht jetzt der Treibstoff für kommendes und neues Potential, das uns durch die Kopplung der Glasfasernetze zu den benachbarten Städten Bochum und Dortmund ermöglicht wird. Wie ich finde, ein gelungenes weiteres Beispiel für den Strukturwandel, der sich sichtbar für alle deutlich vollzieht.“

Technologischer Schub für die Metropole Ruhr

Mit über fünf Millionen Einwohnern ist die Metropole Ruhr nach Paris und London der drittgrößte Metropolraum in Europa. Neben einigen großen Industrieunternehmen prägen heute vor allem der Mittelstand sowie innovative Technologieunternehmen die Region. „Mit dem neuen Ruhr-Backbone als Hochgeschwindigkeits-Infrastruktur auf Gigabitbasis bieten sich ihnen neue Möglichkeiten für digitale Vernetzung und Geschäftsmodelle. Für uns als Digitale Modellkommune in Nordrhein-Westfalen ist ein wichtiges Signal“, erklärt Maik Luhmann.

„Dieser Netz-Zusammenschluss bringt viele Vorteile und löst einen technologischen Schub für unsere ganze Region aus. Er stärkt die Metropolregion Ruhr in unterschiedlichen Bereichen und erlaubt es, die Bürger und Unternehmen in Gelsenkirchen und im gesamten Ruhrgebiet noch besser zu versorgen“, erläutert Maik Luhmann.

Einzigartiger Ruhrgebietsring aus Glasfaser

Die Telekommunikationsunternehmen GELSEN-NET, DOKOM21 und TMR, die zusammen über ein großes Glasfasernetz verfügen, haben mit dem Ruhr-Backbone einen einzigartigen Ruhrgebietsring aus Glasfaser geschaffen.

Über die Netze realisieren die drei Glasfaseranbieter eine Zusammenschaltung ihrer Telekommunikationsnetze als Grundlage für die Entwicklung zur „Gigabitgesellschaft“. Dieses Netz startet mit einer Anfangsbandbreite von 100 Gigabit pro Sekunde und lässt sich beliebig skalieren, um auch künftigen Anforderungen gerecht zu werden. Die Schaltung des Ruhr-Backbone erfolgt auf Basis der Haupt-Lichtwellenleiterkabel, die das Rückgrat der Glasfaseranschlussnetze darstellen.

Ruhr-Backbone bietet Unternehmen viele Vorteile

Der Ruhrgebietsring aus Glasfaser bietet viele Vorteile: Unternehmen, die ihre Daten in den Rechenzentren von GELSEN-NET, DOKOM21 und TMR nutzen, können ein Backup mit hohen Geschwindigkeiten zu weiteren Rechenzentren aufbauen. Die Wohnungswirtschaft kann sich überregional verbinden und Unternehmen können ihre Standortvernetzungen ausweiten. Darüber hinaus bietet dieses Netz auch alle Möglichkeiten, um den 5G-Ausbau der Mobilfunknetze mit Glasfaseranschlüssen zu unterstützen.

Glasfaser: Datenübertragung in Lichtgeschwindigkeit
Glasfaser ist aktuell die technisch leistungsfähigste Telekommunikationsanbindung. Sie bietet im Gegensatz zu Kupfer unbegrenzte Bandbreiten bis zu n mal 100 Gbit/s und zeichnet sich durch hohe und stabile Übertragungsraten aus. Eine Anbindung an das Glasfasernetz ermöglicht Datenübertragung in Lichtgeschwindigkeit. Zudem gilt Glasfaser als zukunftssicher.

Als regionale Telekommunikationsunternehmen betreiben GELSEN-NET, DOKOM21und TMR eigene, unabhängige Glasfasernetze und bieten alle Leistungen aus einer Hand – von der Verlegung bis zum Service vor Ort. Ob Gebäudeeigentümer, Unternehmen, Nutzer oder Vermieter einer Immobilie – ein Anschluss an das Glasfasernetz ist auch bei Bestandsimmobilien jederzeit möglich.

 

Zurück