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ZOOM Erlebniswelt: 65-jähriges Zoojubiläum

von Stephanie Hoffmann

Ruhr Zoo öffnete am 14. April 1949

Am heutigen Montag, den 14. April 2014 feiert die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen ihr 65-jähriges Zoojubiläum. Nachdem 1948 der Gründungsbeschluss für den ersten neuen Zoologischen Garten in Deutschland gefasst wurde, öffnete der Ruhr Zoo am 14. April 1949 seine Pforten für Besucher. Die Tierhandelsfirma L. Ruhe übernahm damals den Betrieb, während das Gelände der Stadt Gelsenkirchen gehörte.

In den kommenden Jahrzehnten brachte der Gelsenkirchener Zoo seinen jährlich bis zu 250.000 Besuchern exotische Tiere nahe. Neben Affen, Zebras, Flusspferden und Bären gehörte auch ein Elefant zum Tierbestand des alten Ruhr Zoos. Stetig entstanden neue Anlagen: So wurden ein größeres Elefantenhaus, eine Robbenanlage, ein Giraffenhaus und das Menschenaffenhaus ebenso neu errichtet wie eine Anlage für Eis- und Riesenbären.

In den 80er Jahren war der Erhalt des Ruhr Zoos aufgrund der ungünstigen Finanzlage der Stadt in Gefahr. Trotz rund 20 Millionen Gästen, die in 40 Jahren den Ruhr Zoo Gelsenkirchen besuchten, wurde nach einem neuen Investor gesucht, der den Ruhr Zoo übernehmen und in neue Anlagen investieren sollte. Die Unterstützung seitens der Bevölkerung war dabei groß. Viele Bürger engagierten sich durch Unterschriftenaktionen und Proteste für den Erhalt des Zoos und verhinderten so eine Schließung. Im September 1987 gründeten schließlich Gelsenkirchener Bürger den Förderverein „Freunde des Ruhr Zoo e.V.“. 

Nachdem der Ruhr Zoo 1991 als Betriebsgesellschaft hundertprozentige Tochter der Stadtwerke Gelsenkirchen wurde, traf man Anfang der 2000er Jahre dann eine wegweisende Entscheidung: In Gelsenkirchen sollte eine neue Generation Zoo entstehen. Nach fünf Jahren Bauzeit und zwei umfangreichen Umzügen wurde 2005 mit „Alaska“ die erste der drei Erlebniswelten eröffnet. 2006 folgte „Afrika“ auf einer Fläche von 14 Hektar, 2010 komplettierte das exotische „Asien“ die ZOOM Erlebniswelt. Seit 2013 leben mit den Tigern, Kodiak- und Eisbären die drei mächtigsten Landraubtiere der Erde mitten im Ruhrgebiet. Jedes Jahr strömen bis zu einer Million Besucher in die ZOOM Erlebniswelt und erleben mit ihren rund 1.000 Bewohnern spannende Begegnungen zwischen Mensch und Tier.

Tierhaltung in Gelsenkirchen Bismarck gibt es ursprünglich schon seit 125 Jahren: Bereits im Jahr 1889 entschloss sich Karl Cofflet, sein Grundstück in einen Tiergarten zu verwandeln. Er eröffnete eine Gastwirtschaft und nutzte die Einnahmen, nach und nach Tiergehege einzurichten. Nach wenigen Jahren hatte Gelsenkirchen seinen ersten Tierpark, in dem Schweinsaffen, Greifvögel, Schildkröten, ein Alligator, zahlreiche Vögel sowie Schlangen zu sehen waren. Schnell war der Park weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt und legte den Grundstein für die Gelsenkirchener Zoogeschichte.

 

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